Was ist das Web?

HTTP(S)
Protokoll (Übertragung)
(X)HTML
Markupsprache (Semantik)
CSS
Stylesheets (Formatierung)
Javascript
Programmiersprache (Dynamik)
JPEG, GIF, PNG, SVG …
Bilddaten
MP3, Vorbis
Audiodaten
H.264, Theora, VP8
Videodaten

Eine kurze Geschichte des Webs

  1. 1990: Tim Berners-Lee entwickelt HTTP, HTML, den Webbrowser World Wide Web und den Webserver CERN httpd. Er wird organisatorisch unterstützt von Robert Cailliau.
  2. 1991: Tim Berners-Lee veröffentlicht den Quellcode von CERN httpd.
  3. 1992: Erste grafische Browser Erwise und ViolaWWW werden veröffentlicht.
  4. 1993: CERN sichert zu, dass Webtechnologien public domain sind. Das <img>-Element wird vorgeschlagen; Jay C. Weber hält diesen Ansatz für zu medienspezifisch und befürchtet, dass bald jemand ein Element für Audiodaten vorschlagen wird.
  5. 1994: HTML 2.0 wird veröffentlicht und kodifiziert existierende Praktiken. Das World Wide Web Consortium (W3C) wird gegründet. Håkon Wium Lie schlägt CSS vor. Mosaic Communications Corporation veröffentlicht Mosaic Netscape 0.9
  6. 1995: Microsoft veröffentlicht Internet Explorer 1.0. Die Apache Group veröffentlicht den Apache Webserver. Netscape Navigator unterstützt als erster Browser JavaScript. PNG wird als Ersatz für GIF entwickelt.
  7. 1996: Das W3C erklärt CSS und HTML 3.2 zum Webstandard, führt Tabellen ein. Internet Explorer 3.0 unterstützt JavaScript. Macromedia veröffentlicht Flash.
  8. 1997: Die IETF veröffentlicht HTTP 1.1. Das W3C veröffentlicht HTML 4.0 und löst die zuständige Arbeitsgruppe auf. Opera Software veröffentlicht Opera 2.1.
  9. 1998: Das W3C veröffentlicht XML. Netscape veröffentlicht den Quellcode von Netscape Communicator 4.0 und gründet das Mozilla-Projekt.
  10. 1999: Das W3C veröffentlicht HTML 4.01.
  11. 2000: Das W3C veröffentlicht XHTML 1.0.
  12. 2001: Microsoft veröffentlicht Internet Explorer 6 und löst das zuständige Entwicklerteam auf. Das W3C veröffentlicht XHTML 1.1 und SVG.
  13. 2002: Der Begriff Web 2.0 wird populär als Schlagwort für JavaScript-basierende Webseiten. Das W3C beginnt mit der Entwicklung von XHTML 2.
  14. 2003: Apple veröffentlicht Safari 1. Die Mozilla-Stiftung wird gegründet.
  15. 2004: Mozilla veröffentlicht Firefox 1.0. Mitarbeiter von Apple, Mozilla and Opera gründen die WHATWG und beginnen mit der Arbeit an Web Applications 1.0, später umbenannt in HTML5.
  16. 2005: Das Videoportal YouTube wird gegründet. Adobe kauft Macromedia. Apple führt das Dashboard ein und erfindet das <canvas>-Element.
  17. 2006: Microsoft veröffentlicht Internet Explorer 7.
  18. 2007: Apple veröffentlicht das Iphone – mit Browser, aber ohne Flash. Eine experimentelle Version von Opera 9.5 unterstützt die neuen HTML-Elemente <audio> und <video> mit den Codecs Theora und Vorbis.
  19. 2008: Google veröffentlicht Google Chrome.
  20. 2009: Firefox 3.5 unterstützt die neuen HTML-Elemente <audio> und <video> mit den Codecs Theora und Vorbis. Google schlägt das Protokoll SPDY als HTTP-Nachfolger vor. Das W3C löst die für XHTML 2 zuständige Arbeitsgruppe auf.
  21. 2010: Google kauft On2 und veröffentlicht deren Videocodec VP8 zusammen mit dem Audiocodec Vorbis als Multimediaformat WebM.
  22. 2011: Google kündigt an, dass Google Chrome den lizenzkostenpflichtigen Videocodec H.264 in Zukunft nicht unterstützt. HTML5 heißt jetzt nur noch HTML (Living Standard). Das W3C veröffentlicht trotzdem ein lustiges HTML5-Logo.
  23. 2022 (Prognose): Zwei vollständige, unabhängige Implementationen von HTML5.